Beauty
Break-even-Rechner für den Salon: Wie viel Umsatz braucht Ihr Salon pro Monat?
Von MAXORI Studio · Aktualisiert am 15. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit
Der Break-even Ihres Salons ist der Monatsumsatz, bei dem die Einnahmen genau alle Kosten decken: darunter machen Sie Verlust, darüber Gewinn. Sie berechnen ihn in einer Tabelle mit drei Angaben: Fixkosten, variable Kosten als Anteil am Umsatz und durchschnittlicher Bon. Dieser Leitfaden zeigt die Formel, ein Rechenbeispiel mit erfundenen Zahlen und wie Sie das Ergebnis lesen.
Was Break-even für einen Salon bedeutet
Der Break-even-Umsatz ist der Betrag, den der Salon in einem Monat einnehmen muss, um alle Kosten zu zahlen und bei null Gewinn zu landen. Er ist kein Ziel, sondern die Untergrenze: was darüber liegt, ist Gewinn, was darunter liegt, ist Verlust.
Wer diese Zahl kennt, macht aus dem vagen Gefühl eines ruhigen Monats eine klare Frage: Wie weit sind wir von der Linie entfernt?
Schritt 1: Kosten in fix und variabel trennen
Gehen Sie einige Monate Ihrer Kontoauszüge durch und ordnen Sie jede Kostenart einer der beiden Gruppen zu. Ihre Liste wird anders aussehen als diese.
- Fixkosten bleiben etwa gleich, egal wie viel Sie einnehmen: Miete, Nebenkosten, Versicherung, Software und Abos, Kreditraten, feste Gehälter
- Variable Kosten folgen der Auslastung: Farb- und Pflegeprodukte, Kartengebühren, Provisionen, Verbrauchsmaterial
- Manche Kosten sind gemischt (etwa ein Handytarif mit Nutzungsgebühren): Entscheiden Sie sich für eine Seite und bleiben Sie konsequent
Schritt 2: Formel anwenden
Drücken Sie die variablen Kosten als Anteil am Umsatz aus, zum Beispiel 30 Prozent. Was von jedem eingenommenen Euro bleibt, hier 70 Prozent, ist der Beitrag, der die Fixkosten bezahlt.
Break-even-Umsatz = Fixkosten geteilt durch (1 minus Anteil der variablen Kosten). Umsatz für den gewünschten Gewinn = (Fixkosten plus gewünschter Monatsgewinn) geteilt durch dieselbe Zahl.
Ein Beispiel mit erfundenen Zahlen
Nur zur Veranschaulichung, kein Richtwert: Fixkosten von 6.000 pro Monat und variable Kosten von 30 Prozent des Umsatzes. Der Break-even-Umsatz beträgt 6.000 geteilt durch 0,70, also rund 8.571.
Bei einem durchschnittlichen Bon von 50 sind das rund 172 Behandlungen im Monat. Auf 22 Arbeitstage verteilt etwa 8 pro Tag. Hätte der Salon 10.000 eingenommen, läge die Sicherheitsspanne bei rund 1.429 oder 14 Prozent des Umsatzes: So viel dürften die Einnahmen sinken, bevor der Monat ins Minus rutscht.
| Position | Beispielwert |
|---|---|
| Fixkosten pro Monat | 6.000 |
| Variable Kosten | 30 % des Umsatzes |
| Break-even-Umsatz | rund 8.571 |
| Behandlungen bei einem durchschnittlichen Bon von 50 | rund 172 pro Monat |
| Sicherheitsspanne bei 10.000 Umsatz | rund 1.429 (14 %) |
Schritt 3: Ergebnis lesen und entscheiden
Eine schmale Sicherheitsspanne bedeutet, dass ein ruhiger Monat Sie ins Minus bringen kann. Sie lässt sich vergrößern, indem Sie den durchschnittlichen Bon erhöhen, mehr Leistungen pro Kundin verkaufen, eine Fixkostenposition senken oder den variablen Anteil verringern, etwa durch einen Blick auf den Produktverbrauch.
Prüfen Sie das Ergebnis auch Monat für Monat: Die Zahl der Monate unter dem Break-even zeigt, ob ein Verlust ein Einzelfall oder ein Muster war.
Grenzen der Rechnung
Break-even ist eine Vereinfachung: Sie unterstellt, dass sich Kosten sauber in fix und variabel teilen lassen und der durchschnittliche Bon stabil ist. Nutzen Sie echte Zahlen aus Ihrer Buchhaltung und prüfen Sie sie regelmäßig.
Dieser Leitfaden behandelt nur laufende Betriebskosten und ist eine allgemeine Information. Er ist keine Steuer-, Buchhaltungs- oder Rechtsberatung: Wie Kosten, Steuern und Ihr eigenes Einkommen behandelt werden, hängt von Ihrem Land und Ihrer Situation ab. Fragen Sie dazu eine qualifizierte Fachperson.
Fragen
Wie berechne ich den Break-even eines Salons?
Teilen Sie die monatlichen Fixkosten durch eins minus den Anteil der variablen Kosten als Dezimalzahl. Das Ergebnis ist der Monatsumsatz, bei dem die Einnahmen alle Kosten decken.
Was sind fixe und variable Kosten im Salon?
Fixkosten wie Miete, Versicherung und Software bleiben etwa gleich, egal wie viel Sie einnehmen. Variable Kosten wie Produkte, Kartengebühren und Provisionen steigen und fallen mit der Auslastung.
Was ist die Sicherheitsspanne?
Sie zeigt, wie weit Ihr tatsächlicher Umsatz über dem Break-even liegt, in Geld oder als Prozent des Umsatzes. Sie sagt, wie stark die Einnahmen sinken können, bevor ein Verlust entsteht.
Kann ich das in Excel machen?
Ja. Eine einfache Tabelle mit einem Kostenprotokoll über 12 Monate, einer Umsatzzeile und der obigen Formel genügt. Kennzeichnen Sie fixe und variable Zeilen klar, damit die Zahlen verlässlich bleiben.
Fertige Tools dazu
Das Salon Monthly Expense & Break-Even Sheet ist eine Excel-Arbeitsmappe (XLSX) für Salons, Barbershops und Beauty-Studios: Erfassen Sie fixe und variable Kosten nach Kategorie über 12 Monate, tragen Sie den Monatsumsatz ein und lesen Sie Gewinn oder Verlust, Break-even-Umsatz, nötige Behandlungen pro Monat und Arbeitstag sowie Ihre Sicherheitsspanne ab. Es benötigt Desktop-Excel und enthält eine fiktive DEMO und eine leere Mappe in fünf Sprachen. Es ist keine Buchhaltungssoftware.